Designerin arbeitet an Kundenstopper-Plakat im Atelier mit verschiedenen DIN-Formaten
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RATGEBER

DIN-Formate

Der komplette Guide für Kundenstopper, Plakate und Flyer

7 Formate
A1 = Standard
1922 normiert
150+ Länder
A0 bis A6 Druckkosten Pixel-Guide

Du bestellst einen Kundenstopper und wirst nach dem Format gefragt: A1 oder A0? Du willst Flyer drucken lassen und der Designer schlägt ein „modernes Querformat“ vor. Du brauchst Plakate für den neuen Plakatständer und fragst dich, wie viele Pixel dein Bild bei 300 DPI haben muss. All das hat mit DIN-Formaten zu tun. Und wer die Grundlagen kennt, spart Geld, vermeidet Fehldrucke und findet für jedes Druckprodukt den passenden Ständer.

Zusammenfassung

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Jeder Kundenstopper, jeder Plakatständer und jeder Prospekthalter ist auf ein bestimmtes DIN-Format ausgelegt. Das Standardformat für Kundenstopper ist DIN A1 (594 × 841 mm). Für Flyer und Prospektständer ist es DIN A4 (210 × 297 mm) oder DIN lang (105 × 210 mm). Wer sich beim Drucken an diese Formate hält, findet immer den passenden Ständer. Wer davon abweicht, hat ein Problem.

Aktualisiert April 2026 Zum DIN-System
Illustration verschiedener Aufsteller-Formate in einer Stadtszene
Grundlagen

Wie das DIN-System funktioniert

Hinter den DIN-Formaten steckt ein System, das 1922 der deutsche Ingenieur Walter Porstmann als DIN 476 veröffentlicht hat. Die Grundidee ist verblüffend simpel:

Startpunkt: Ein Blatt DIN A0 hat genau 1 Quadratmeter Fläche. Faltest du es in der Mitte, bekommst du zwei Blätter DIN A1 mit je einem halben Quadratmeter. Faltest du A1 nochmal, hast du A2 mit einem Viertelquadratmeter. So geht es weiter bis runter zu A10, das kleiner als eine Briefmarke ist.

Der Trick: Bei jedem Halbieren bleibt das Seitenverhältnis gleich. Es beträgt 1 zu 1,4142, also 1 zu Wurzel aus 2. Das ist das einzige Seitenverhältnis, bei dem das funktioniert. Kein anderes Rechteck lässt sich so halbieren, dass wieder ein Rechteck mit den gleichen Proportionen entsteht.

Klingt abstrakt? Hat aber handfeste Konsequenzen: Du kannst ein A3-Plakat auf A4 verkleinern, und es sieht exakt gleich aus, nur kleiner. Kein Beschnitt, kein Verzerren, keine weißen Ränder. Das geht bei keinem anderen Formatsystem der Welt so sauber.

Das Halbierungs-Prinzip
Jedes Format ist die Hälfte des vorherigen. Das Seitenverhältnis bleibt immer 1 : 1,4142.
A0 841 x 1189 mm 1,00 m² A1 594 x 841 0,50 m² A2 420 x 594 A3 297x420 A4 210x297 A5 148 x210 A6 Legende A0 = 1 m² A1 = 0,5 m² A2 = 0,25 m² A3 - A6 Verhältnis 1 : 1,4142 = 1 : √2 Halbieren → Breite wird Höhe 1189 mm 841 mm A0 ÷ 2 = A1 ÷ 2 = A2 ÷ 2 = A3 …
DIN 476 seit 1922 Alle Formate
Maße

Alle Formate mit Maßen

Hier die komplette A-Reihe mit den exakten Maßen. Jedes Format hat exakt die halbe Fläche des vorherigen. Und die Breite eines Formats wird zur Höhe des nächstkleineren.

A0
DIN A0
841 × 1189 mm (84,1 × 118,9 cm)
Fläche: 1,00 m²
Das Ausgangsformat. Verwendung: Großplakate, technische Zeichnungen, Architekturpläne, große Kundenstopper.
A1
DIN A1
594 × 841 mm (59,4 × 84,1 cm)
Fläche: 0,50 m²
Das Standardformat für Kundenstopper und Plakatständer. Auch für Flipcharts, Wandkalender und Aushänge.
A2
DIN A2
420 × 594 mm (42,0 × 59,4 cm)
Fläche: 0,25 m²
Poster, Fahrpläne, kompakte Plakatständer, Schreibtischunterlagen.
A3
DIN A3
297 × 420 mm (29,7 × 42,0 cm)
Fläche: 0,125 m²
Speisekarten, Wandkalender, Zeichenblöcke, Schaubilder.
A4
DIN A4
210 × 297 mm (21,0 × 29,7 cm)
Fläche: 0,0625 m²
Der Allrounder. Briefe, Dokumente, Broschüren, Infoständer, Prospektständer.
A5
DIN A5
148 × 210 mm (14,8 × 21,0 cm)
Fläche: 0,031 m²
Flyer, Notizblöcke, Einladungen, Taschenbücher.
A6
DIN A6
105 × 148 mm (10,5 × 14,8 cm)
Fläche: 0,016 m²
Postkarten, Flyer, Eintrittskarten, Gutscheine.
DL
DIN lang
105 × 210 mm
Ein Drittel von A4
Kein offizielles A-Format, sondern ein Drittel von A4. Das Standardformat für Flyer, die in einen normalen Briefumschlag passen. Viele Flyerständer und Tischprospektständer sind auf dieses Format ausgelegt.
ISO 216 / DIN 476 Ständer-Zuordnung
Wetterfester Kundenstopper im Regen auf einer Einkaufsstraße
Praxis

Welches Format gehört in welchen Ständer?

Das ist die Frage, die im Tagesgeschäft am häufigsten auftaucht. Hier die klare Zuordnung:

Kundenstopper und Plakatständer: DIN A1 ist der absolute Standard. Fast jeder Kundenstopper auf dem Markt ist für A1-Plakate gebaut. Für den Außenbereich und besonders große Formate gibt es A0-Modelle. Kompakte Kundenstopper für den Innenbereich nehmen A2 auf.

Prospektständer (Boden und Tisch): DIN A4 und DIN lang dominieren. Die meisten Bodenprospektständer haben Fächer für A4-Broschüren oder DIN-lang-Flyer. Tischprospektständer gibt es zusätzlich in A5 und A6.

Infoständer und Werbeaufsteller: DIN A4 ist der Standard für Infoständer. Für Menükarten und größere Aushänge gibt es A3-Modelle.

Klapprahmen und Posterrahmen: Hier deckt die Palette alles von A4 bis A0 ab. Klapprahmen sind auf Millimeter genau auf DIN-Formate zugeschnitten. Ein Plakat, das auch nur 5 mm zu groß ist, passt nicht rein.

Flyerständer und Visitenkartenhalter: DIN lang, A5, A6. Visitenkarten (85 × 55 mm) haben kein DIN-Format, dafür gibt es eigene Halter.

Ständer-Typ A0 A1 A2 A3 A4 A5 A6 DL
Kundenstopper - - - - -
Plakatständer - - - - -
Klapprahmen - - -
Prospektständer - - - -
Infoständer - - - - - -
Flyerständer - - - - -
= Standard = Verfügbar - = Nicht üblich
Praxis-Referenz Sonderformat-Fehler
Achtung

Der größte Fehler: Sonderformate vom Grafikdesigner

Jetzt kommt der Punkt, der in der Praxis am meisten Geld und Nerven kostet. Es passiert erstaunlich oft: Ein Grafikdesigner entwirft Flyer, Plakate oder Broschüren in einem Format, das gut aussieht, aber in keinen handelsüblichen Ständer passt.

1
Sonderformat-Flyer (120 × 240 mm)

Der Designer gestaltet einen Flyer im Format 120 × 240 mm, weil das Seitenverhältnis 1:2 „moderner“ wirkt als DIN lang (105 × 210 mm). Der Flyer wird gedruckt, sieht toll aus. Dann kommt die Frage: Worin präsentierst du ihn? In einen DIN-lang-Prospektständer passt er nicht, weil er 15 mm zu breit ist. In einen A5-Ständer auch nicht, weil er 30 mm zu lang ist. Du stehst mit 5.000 gedruckten Flyern da und findest keinen Ständer dafür. Oder du bestellst einen Sonderständer, der drei- bis fünfmal so viel kostet wie ein Standardprodukt.

2
Kein-Standard-Plakat (500 × 700 mm)

Ein Plakat wird im Format 500 × 700 mm entworfen. Das liegt nah an DIN B2 (500 × 707 mm), ist aber nicht B2. Und es ist definitiv nicht A2 (420 × 594 mm) oder A1 (594 × 841 mm). Für dieses Format gibt es keinen Klapprahmen, keinen Kundenstopper, keinen Plakatständer als Standardprodukt.

3
Quadratisch (210 × 210 mm)

Eine Imagebroschüre im quadratischen Format 210 × 210 mm. Quadratisch sieht gut aus, keine Frage. Aber ein quadratischer Flyer rutscht in einem A4-Prospektständer hin und her und steht in einem A5-Ständer nicht aufrecht. Im Klapprahmen sitzt er schief. Und ein quadratischer Klapprahmen kostet deutlich mehr als ein Standard-A4-Rahmen.

4
US Letter statt A4 (216 × 279 mm)

Der Designer arbeitet mit einer amerikanischen Vorlage und legt die Druckdaten in US Letter (216 × 279 mm) statt DIN A4 (210 × 297 mm) an. US Letter ist 6 mm breiter und 18 mm kürzer als A4. Die Differenz reicht, damit das Dokument in keinen A4-Prospektständer, keine A4-Klarsichthülle und keinen A4-Klapprahmen passt.

Die Lösung ist einfach: Besprich mit deinem Grafikdesigner vor dem Entwurf, in welchem Ständer, Rahmen oder Halter das Druckprodukt am Ende präsentiert werden soll. Ein Flyer für den Prospektständer muss DIN lang, A5 oder A4 sein. Ein Plakat für den Kundenstopper muss A1 oder A0 sein. Innerhalb dieser Formate ist kreative Gestaltung genauso möglich wie bei Sonderformaten. Aber du sparst dir die Suche nach passenden Ständern und teure Sonderlösungen.
Praxis-Fehler Druckkosten
Kosten

Was der Druck kostet und wo die Preissprünge liegen

Druckkosten steigen nicht gleichmäßig mit der Fläche. Es gibt zwei klare Sprungstellen:

Der erste Sprung: A3 → A2. Bis einschließlich A3 kannst du auf normalen Bürodruckern oder in jedem Copyshop drucken. Ab A2 brauchst du Großformatdruck. Die Technik ist teurer, die Papierrollen breiter, die Tintenkosten höher. Ein einzelnes A2-Plakat kostet beim Plotterdruck drei bis acht Euro, während ein A3-Druck bei ein bis drei Euro liegt.

Der zweite Sprung: A1 → A0. A0-Plakate sind fast einen Meter breit und über einen Meter hoch. Nicht jeder Copyshop bietet A0 an. Die Kosten für ein einzelnes A0-Plakat liegen bei zehn bis dreißig Euro, je nach Papier und Druckerei.

A4
0,50 - 2 €
A3
1 - 3 €
Grenze: Bürodruck → Großformat
A2
3 - 8 €
A1
5 - 15 €
A0
10 - 30 €

Richtwerte für Digitaldruck, Einzelstück, Standardpapier. Stand 2026.

Bei größeren Auflagen sinken die Stückkosten erheblich. Wer regelmäßig Plakate für den Kundenstopper wechselt, sollte über einen Rahmenvertrag mit einer Online-Druckerei nachdenken. Ab 50 Stück im Offsetdruck können die Kosten pro A1-Plakat auf unter 2 Euro fallen.

Die Faustregel: Jede Formatverdopplung (also jeder Schritt zum nächstgrößeren DIN-Format) kostet ungefähr das 1,5- bis 2,5-Fache. Der Sprung von A3 auf A2 ist der teuerste, weil dort die Grenze zwischen Bürodruck und Großformatdruck verläuft.

Preise Stand 2026 Pixel-Guide
Pixel & DPI

Pixel und Auflösung: Was dein Bild können muss

Wenn du Plakate oder Flyer selbst gestaltest, brauchst du Bilddateien in der richtigen Auflösung. Die Faustregel: Für Druckprodukte, die aus der Nähe betrachtet werden (Flyer, Broschüren, Infoständer), brauchst du 300 DPI. Für großformatige Plakate, die aus mehreren Metern Entfernung gesehen werden (Kundenstopper), reichen 150 DPI.

Format Pixel bei 300 DPI Pixel bei 150 DPI Typ
DIN lang 1240 × 2480 - Bürodruck
A5 1748 × 2480 - Bürodruck
A4 2480 × 3508 - Bürodruck
A3 3508 × 4961 - Bürodruck
A2 4961 × 7016 - Großformat
A1 7016 × 9933 3508 × 4967 Großformat
A0 9933 × 14043 4967 × 7022 Großformat

Bei A1 und A0 in voller 300-DPI-Auflösung entstehen Dateien von 200 bis 400 MB. Das ist für viele Kameras und Stockfoto-Dienste zu viel. Deshalb werden Großformatplakate oft mit 150 DPI angelegt, was bei einem Betrachtungsabstand von einem Meter und mehr vollkommen ausreicht.

Auflösungs-Referenz B- und C-Reihe
Weitere Reihen

Nicht nur A: Die B-Reihe und C-Reihe

Neben der A-Reihe gibt es zwei weitere Formatreihen, die du kennen solltest:

Die B-Reihe liegt größenmäßig zwischen den A-Formaten. B1 (707 × 1000 mm) ist größer als A1, aber kleiner als A0. B-Formate tauchen bei Büchern, Zeitschriften und speziellen Plakatständern auf. Im Kundenstopper-Kontext sind sie selten, aber wenn dir jemand einen „B2-Kundenstopper“ anbietet, weißt du jetzt, dass B2 (500 × 707 mm) zwischen A2 und A1 liegt.

Die C-Reihe ist für Briefumschläge gemacht und genial durchdacht: Ein C4-Umschlag (229 × 324 mm) nimmt ein A4-Blatt ungefaltet auf. Ein C5-Umschlag (162 × 229 mm) nimmt A4 einmal gefaltet auf A5 auf. Ein DIN-lang-Umschlag (110 × 220 mm) nimmt A4 zweimal gefaltet auf. Jeder Umschlag ist exakt so bemessen, dass das entsprechende A-Format hineinpasst, ohne zu klemmen und ohne zu viel Luft.

ISO 216 / ISO 269 USA-Formate
International

Warum die USA nicht mitmachen

Das DIN-System (heute weltweit als ISO 216 normiert) verwenden über 150 Länder. Die auffälligste Ausnahme: die USA und Kanada.

Das amerikanische Standardformat heißt „US Letter“ und misst 216 × 279 mm. Verglichen mit A4 (210 × 297 mm) ist es 6 mm breiter und 18 mm kürzer. Was harmlos klingt, sorgt in der Praxis für endlose Probleme: Dokumente im Letter-Format passen nicht in europäische Ordner, Klarsichthüllen und Prospektständer. Umgekehrt ragen A4-Blätter aus amerikanischen Ordnern heraus.

Daneben gibt es „Legal“ (216 × 356 mm) für juristische Dokumente und „Tabloid“ (279 × 432 mm), das irgendwo zwischen A3 und A2 liegt. Keines dieser Formate hat ein exaktes DIN-Pendant.

Japan nutzt zwar auch ein System nach dem √2-Prinzip (JIS B-Reihe), aber mit leicht anderen Maßen als die internationale ISO-B-Reihe. JIS B4 (257 × 364 mm) ist größer als ISO B4 (250 × 353 mm).

Für deinen Alltag in Deutschland ist das nur relevant, wenn du mit internationalen Agenturen arbeitest oder Vorlagen aus den USA bekommst. In dem Fall: Immer prüfen, ob die Druckdaten in DIN-Formaten angelegt sind.

Internationaler Vergleich 10 Fakten
Wissen

Zehn Fakten über DIN-Formate, die kaum jemand kennt

1
DIN 476 ist eine der ältesten DIN-Normen überhaupt. Veröffentlicht 1922, nur fünf Jahre nach der Gründung des Deutschen Instituts für Normung.
2
Das Seitenverhältnis 1:√2 war schon 1786 bekannt. Der Göttinger Physiker Georg Christoph Lichtenberg beschrieb es in einem Brief. Erst 136 Jahre später wurde daraus eine Norm.
3
Ein A4-Blatt mit 80 g/m² wiegt exakt 5 Gramm. Weil A4 genau ein Sechzehntel von A0 ist und A0 genau einen Quadratmeter hat: 80 g × 1/16 = 5 g. Praktisch für die Porto-Berechnung.
4
DIN A0 hat nicht ganz exakt 1 m². Durch die Rundung auf ganze Millimeter (841 × 1189 mm) kommt man auf 0,999949 m². Die Abweichung: 0,005 Prozent.
5
Aus einem einzigen A0-Bogen kannst du 1.024 Blätter in DIN A10 schneiden. A10 misst 26 × 37 mm, kleiner als eine Briefmarke.
6
Die Visitenkarte (85 × 55 mm) hat kein DIN-Format. Sie fällt in keine Normreihe und ist streng genommen formatlos.
7
Das DIN-lang-Format (105 × 210 mm) ist kein offizielles DIN-A-Format, sondern ein Sonderformat. Es entsteht, wenn du ein A4-Blatt in drei gleiche Teile faltest.
8
Wilhelm Ostwald, Nobelpreisträger für Chemie, entwickelte zu Beginn des 20. Jahrhunderts das „Weltformat“, das die Grundlage für Porstmanns DIN-Norm wurde.
9
In der Typografie gibt es den Begriff „Goldener Schnitt“ (ca. 1:1,618). Das DIN-Verhältnis 1:1,414 liegt nahe dran, ist aber nicht identisch. Der Unterschied: Das DIN-Verhältnis ermöglicht verlustfreies Halbieren, der Goldene Schnitt nicht.
10
Der größte jemals genormte DIN-Bogen wäre A-2 (mit negativer Zahl): 1682 × 2378 mm, also fast 4 Quadratmeter. In der Praxis wird so etwas aber als Sonderformat behandelt, nicht als DIN.
Kuriositäten Fazit
Fazit

Was das für dich als Gewerbetreibenden bedeutet

Die wichtigste Erkenntnis aus all dem: Halte dich an DIN-Formate, dann funktioniert alles. Kundenstopper, Prospektständer, Klapprahmen, Briefumschläge, Drucker und Kopierer sind alle auf dieses System ausgelegt. Es ist die gemeinsame Sprache zwischen Designer, Druckerei und Displayhersteller.

Wenn dein Grafikdesigner ein Sonderformat vorschlägt, frag ihn: „In welchen Ständer soll das nachher rein?“ Wenn er keine Antwort hat, bestehe auf ein DIN-Format. Das schränkt die Gestaltung nicht ein, aber es spart dir die Suche nach Sonderanfertigungen und das Risiko, mit 5.000 Flyern dazustehen, die nirgendwo reinpassen.

Und wenn du Plakate für deinen Kundenstopper drucken lässt: A1 ist der Standard. 594 × 841 mm. Bei 150 DPI brauchst du eine Bilddatei mit mindestens 3508 × 4967 Pixel. In jedem Copyshop und bei jeder Online-Druckerei kannst du A1 bestellen. Der Druck kostet zwischen 5 und 15 Euro pro Stück, bei größeren Auflagen deutlich weniger.

Kurzformel für den Alltag

Kundenstopper = A1. Prospektständer = A4 oder DIN lang. Klapprahmen = A4 bis A0. Immer DIN-Formate verwenden. Vor dem Design den Ständer klären.

Praxis-Zusammenfassung Häufige Fragen

Häufige Fragen zu DIN-Formaten

Die 8 wichtigsten Fragen rund um DIN-Formate, Ständer und Druckkosten.

Standard ist DIN A1 (594 × 841 mm). Größere Modelle nehmen A0 auf, kompakte Varianten A2.

21,0 × 29,7 cm. Das Standardformat für Briefe, Dokumente und Prospektständer.

105 × 210 mm, ein Drittel von A4. Das Standardformat für Flyer, die in Briefumschläge passen.

Nein. Prospektständer und Klapprahmen sind millimetergenau auf DIN-Formate gebaut. Schon wenige Millimeter Abweichung reichen, damit ein Druckprodukt nicht passt.

Einzelstück im Digitaldruck: 5 bis 15 Euro. Ab 50 Stück im Offsetdruck unter 2 Euro pro Stück.

Weil A0 exakt 1 m² hat und das Seitenverhältnis 1:√2 beträgt. Die Rundung auf ganze Millimeter erzeugt die „ungeraden“ Zahlen wie 297 oder 841.

In über 150 Ländern ja. Die USA und Kanada verwenden US Letter (216 × 279 mm), das ähnlich, aber nicht kompatibel ist.

Ab DIN A2. Normale Drucker schaffen maximal A3. Für A2, A1 und A0 brauchst du einen Plotter oder Großformatdrucker.

Stand: April 2026. Druckkosten sind Richtwerte und variieren je nach Anbieter, Material und Auflage. Alle Maßangaben beziehen sich auf das beschnittene Endformat.